Der Ursprung der Latzhose

Latzhosen wurden lange Zeit ausschließlich als Arbeitskleidung getragen. Die allererste Latzhose wurden im 18. Jahrhundert angefertigt. Sie war in der Zeit nach ihrer Erfindung lange ein weit verbreitetes ein Kleidungsstück für den arbeitenden Menschen und gleichzeitig auch ein Symbol für die Zugehörigkeit zu einer niederen Klasse. Die Hosen sind also historisch gesehen, wenn man so will, eine Weiterentwicklung des Overalls in Kittelform. Diese Kittel Overalls, die lose über das Knie hängend als Schutzkleidung am Arbeitsplatz getragen wurden, waren in vielen Situationen unpraktisch. Zur Lösung des Problems entstanden gegen Ende des 18. Jahrhunderts zunächst einer Art „Überhosen“. Diese Hosen waren damals nicht aus Jeansstoff gefertigt, sondern aus einem harten Tuch. Sie waren in jeder Hinsicht auf Langlebigkeit und nicht wie heute auf Komfort ausgelegt und in der Regel nicht besonders gut verarbeitet oder ausgestattet. Männer trugen sie in der Regel während der Arbeitszeit über eine andere Hose.

Inzwischen sind es Hosen mit einer angehängten oder aufgesetzten Abdeckung des Brustbereichs und mit an Klammern befestigten Trägern, die über die Schultern gehen. Eine moderne Latzhose ist in der Regel aus Jeansstoff gefertigt und haben oft genietete oder aufgenähte Taschen, ähnlich denen auf Jeans allgemein üblichen Stofftaschen. Die Latzhose wird seit langem vor allem mit der Alltagskleidung von Männern und Jungen in ländlichen Umgebungen im Süden und im Mittleren Westen der USA assoziiert. Als Berufskleidung wird sie vor allem mit Bauern und Eisenbahnern in Verbindung gebracht. Im Kontext dieser Vorstellung werden sie oft mit karierten Flanell-Hemden oder Sweatshirts darunter getragen, oder bei wärmeren Wetter mit einem T-Shirt oder direkt auf der nackten Haut aufliegend. Im Laufe der Zeit erfuhren die Hosen immer weitere und vielfältigere Anpassungen. Dazu zählen Taschen und Schlaufen für alle erdenklichen Werkzeuge und Hilfsmittel, darunter Lineale und Stifte. Die Standardfarben waren weiß für Maler, blau für die Landwirte und Nadelstreifen für Eisenbahner. Diese bestimmten Berufsbildern entsprechenden Ausprägungen erschienen um 1850. Um diese Zeit gingen die Hersteller dazu über, sie aus Denim, dem robusten Baumwollstoff, anzufertigen.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Latzhose als übliche Schutzkleidung für Mechaniker in den USA zunehmend Teil des öffentlichen und privaten Alltagsgeschehens. Auch in der Industrie wurde die Latzhose als Arbeitskleidung eingeführt, nachdem die Gewerkschaften einzelner Industriezweige begannen, Latzhosen zum Schutz der Arbeiter zu fordern. Man traf folgende verbindliche Vereinbarung: „Eine geeignete Latzhose ist für alle Arbeitnehmer die währende der Arbeit Phosphor-Einflüssen ausgesetzt werden, bereitzustellen“. Derartige Vereinbaren wurden bald in vielen Betrieben umgesetzt und verhalfen der Latzhose zu noch mehr Präsenz. Während des 20. Jahrhunderts wurden Latzhosen wegen ihrer Bequemlichkeit, Handlichkeit und Haltbarkeit manchmal auch als Freizeitkleidung getragen, zusätzlich zu Denim-Modellen konnten Latzhosen such auch in Cord, und in vielen verschiedenen Schnitten und Stilen etablieren. In den USA werden die Hosen oft auch als Carpenter Jeans bezeichnet. Latzhosen sind ein Kleidungsstück, das traditionell verfügt sowohl über eine Hose und einem namensgebenden „Lätzchen“, das Bauch und Brust bedeckt. In den meisten Fällen haben sie Schnalle und Knopfverschluss in der Nähe der linken und rechten Schulter. Die meisten Vertreter der Latzhose sind mit vielen Taschen ausgestattet, darunter auch die charakteristische Latztasche an der Brust und mehreren, geräumigen Hosentaschen an den Beinen. Einige Modelle verfügen zusätzlich über eine Hammerschlaufe, in der dieses Werkzeug am Kopf hängen kann, ohne am Bein des Trägers zu kratzen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.